Sonntag, 13. Dezember 2015

Das war 2015

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Winter ist zwar noch nicht ganz da, aber die Temperaturen lassen mittlerweile schon erahnen, was in den kommenden Wochen auf uns zukommen wird.

Die Saisonpause ist mittlerweile schon wieder ein paar Wochen vorbei, die 5 Wochen auf Zypern sind fast wie im Flug vergangen und daheim läuft alles seinen gewohnten Lauf.

Kurz zusammengefasst. Es wird Zeit den Blog hier mal wieder ein Bisschen Leben einzuhauchen.

Nachdem der Wettkampfbericht, fast schon traditionell der Saisonpause und damit dem "Kopf frei machen" zum Opfer gefallen ist, müsst ihr mit der Bildergalerie und dem kurzen Statement leben.

Als Entschädigung bekommt ihr jetzt dafür die komplette Saison nochmal zusammengefasst.

Angefangen hat alles Ende letzten Jahres (mal wieder) auf Zypern, wo ich eine solide Basis auf dem Rad legen. Daheim folgten dann nach Weihnachten auch gute Lauf und Schwimmkilometer, bevor es im März für 5 Wochen nach Portugal ging.
Dort konnte ich mich voll und ganz auf das Training und die Uni konzentrieren und so ging es mit einer nahezu perfekten Basis ins Frühjahr.

Die ersten Wettkämpfe liefen dann auch schon vielversprechend. So gabs einen 9. Platz bei der Bayerischen Meisterschaft über die Sprintdistanz in Waging und Ende Mai stand schon das erste Highlight an.
Bei der Wolfgangseechallenge gabs zwar keine Triahtlons, dafür aber eine große Überraschung.
Beim Crossduathlon am Samstag konnte ich mir, mit eher überschaubarem Mountainbiketraining im Vorfeld, den Gesamtsieg sichern und am Sonntag dann gleich nochmal mit dem 3. Platz nachlegen.

Danach folgten nochmal ein paar Wochen ordentliches Training und der 6. Platz beim Schlierseetriathlon, bevor ich es endlich mal an die Startlinie zur Mitteldistanz am Chiemsee schaffte.
Nach einem ordentlichen Rennen mit deutlich Luft nach oben, gabs dort in einem stark besetzten Feld den 7. Platz.

Die zweite Saisonhälfte startete mit dem 24 h Rennen in Kelheim, wo es mit einer super Truppe und viel Spaß rund um die Uhr eins auf die Mütze gab.
Die Woche darauf stand dann der nächste Triathlon auf dem Programm. Bei der Bayerischen Meisterschaft der Elite in Schongau durfte ich eine der Hauptrollen in einem spannenden Rennen spielen und mir am Schluss, wieder völlig überraschend, den Titel sichern. Das Rennen hat dann leider doch zu viele Körner gekostet und so folgten eher enttäuschende Wochenenden, bis es in den Sommerurlaub ging.
Dort wurde der Plan B geschmiedet. Dieser bestand aus den Bergläufen am Heuberg und Hochfelln, dem Crosstriathlon beim Roc d'Azur sowie der Mitteldistanz in Porec, bei der ich die Saison dann doch noch versöhnlich abschließen konnte.

Mittlerweile bin ich voll in den Vorbereitungen auf das Jahr 2016. Es wird wieder schöne, spannende und anspruchsvolle Rennen geben. Manches wird neu sein, einiges beim alten bleiben um im nächsten Jahr an den bisherigen Erfolgen anknüpfen zu können.

Dazu aber dann in den kommenden Tagen mehr.


 

 

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Roc d'Azur 2015

Während am vegangenen Wochenende alle Augen der Triathlonwelt auf Hawaii gerichtet waren, fand in Frankreich eines der größten Mountainbike Events weltweit statt.
Mit mehr als 20.000 Startern in diversen vom Kinder- bis zum Tandemrennen, einer riesen Messe mit allem drum und dran und großem Showprogramm lockt das Roc d'Azur jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher an die Cote d'Azur.

Los ging es für mich am Montag Abend. Mit 2 Nächten Zwischenstop am Gardasee, wo wir am Dienstag noch das Tandemfahren im Gelände probieren konnten, ging es dann Mittwochs immer der Sonne nach Richtung Süden.

Nach der Ankunft ging es dann erstmal die Startnummer für den Crosstriathlon am Donnerstag Mittag zu holen, danach Rad organisieren (Danke Andi!!) und im Laufe des Abends zum Campingplatz.

Jetzt aber zum Wettkampf.
Die Nervosität war groß, da sich die Radeinheiten im Gelände für mich in dieser Saison an einer Hand abzählen ließen.
Das unruhige Wasser tat sein übriges dazu.
Pünktlich um 13 Uhr fiel der Startschuss und gute 200 Leute stürzten sich in die Fluten.
Vom Start kam ich super weg und fand auch schnell einen guten Rhythmus. Nach etwas mehr als 22 Minuten hatte ich als 5. wieder festen Boden unter den Füßen.
Zu zweit ging es dann auf die Verfolgung der führenden.
Auf dem ersten Kilometer, als ich gerade noch dabei war mich halbwegs zu sortieren, hab ich in einem Waldstück eine Wurzel getroffen und wurde unsanft auf den Boden der Tatsachen geworfen. Nachdem ein Dornenstrauch den harten Aufschlag verhinderte, gabs auch eine Gratisakkupunktur dazu :D
Schnell wieder alle Teile eingesammelt und weiter ging die Hatz. Erst knappe 5 Kilometer flach und verwinkelt, dann ein gutes Stück bergauf, bevor es über ruppige, aber äußerst schöne Trails wieder in Richtung Meer ging.
Das mir dann doch die Routine und das Selbstvertrauen auf dem Mountainbike abgeht, hab ich auf dem Stück leider arg zu spüren bekommen. Kleine Fahrfehler und Unsicherheiten haben dafür gesorgt, dass ich bis zum zweiten Wechsel noch ein paar Plätze verlor und als 12. vom Rad stieg.

Vor allem auf der ersten, der beiden Laufrunden konnte ich einiges an Boden und auch Platzierungen wieder gutmachen und mich relativ schnell in die TOP10 vorschieben. Zu Beginn der zweiten Runde war ich dann auf Platz 6 und den konnte ich hinter 5 Crossspezialisten ins Ziel retten.

Als Fazit bleibt da hängen, dass Schwimmen und Laufen auch zu dem späten Saisonzeitpunkt noch super funktionieren, ich aber einfach wieder mehr aufs Bike steigen sollte um weiter vorne mitspielen zu können. ;)

Am darauffolgenden Tag gabs dann auch gleich Anschauungsunterricht vom Profi, bevor es am Samstag als Stoker auf dem Tandem "nicht denken, nur drücken" hieß.
Am abschließenden Sonntag stand noch betreuen beim Classic-Race und Standabbau auf dem Programm, bevor es am Montag die vorerst letzten Sonnenstrahlen am Gardasee gab.

Nach ein paar Tagen Herbstwetter geht's morgen dann weiter nach Porec, wo am Sonntag der letzten Triathlon für diese Saison stattfinden wird. :)


 

 

 

 

 

Montag, 27. Juli 2015

Bayerische Meisterschaft Olympische Distanz

Der vergangene Sonntag hat eher unspektakulär angefangen. Mit juckenden, verschwollenen Augen, einer verstopften Nase und eindeutig zu wenig Schlaf klingelte der Wecker um 5:15 Uhr. Dementsprechend war dann auch die Motivation vor dem Start. 
 
Zum Glück ändert sich der Zustand dann, je näher der Startschuss kommt. Pünktlich um 9 war es dann soweit. Leider kam ich nur schwer in die Gänge und das erste Mal seit langem bekam ich von dem Gerangel mal wieder was mit. Reichlich bedient habe ich mir dann auf dem Weg zur ersten Boje noch überlegt, wo denn die beste Gelegenheit wäre das Rennen vorzeitig zu beenden. Nachdem sich das Feld an der ersten Boje etwas sortiert hatte und ich schön langsam in meinen Rhythmus fand, brachte ich den Rest der Schwimmstrecke noch halbwegs ordentlich über die Runden. Nach 20:03 entstieg ich dem 19 Grad kühlen Nass und auf dem Weg in die Wechselzone konnte ich sehen, dass zumindest die Chance auf eine gute Radgruppe bestand.
Nach einem schnellen Wechsel fand ich mich dann auch in der ersten größeren Verfolgergruppe wieder. Zu acht gingen wir anfangs auf die anspruchsvolle Radstrecke. Von Anfang an wurde ein hohes Tempo angeschlagen, das immer wieder durch Antritte verschärft wurde. Relativ schnell konnten wir dann auch auf das erste Duo aufschließen und auf dem Weg zum Wendepunkt konnte man sehen, dass die zwei Führenden nicht außer Reichweite waren. Zu Beginn der zweiten Radrunde hatten wir dann auch das Führungsfahrzeug vor uns. Es folgten dann noch 15 unruhige Kilometer, auf denen äußerst unruhig gefahren wurde. Nachdem es dann leider auch den zweiten der Schongauer Bundesligastarter mit einem Platten erwischte, waren wir noch zu acht. Als es zum zweiten Mal zum Wendepunkt ging, sahen wir dann auch die große Verfolgergruppe hinter uns. Nachdem der Abstand im Vergleich zur vorigen Runde mindestens gleich geblieben ist. Spätestens danach war dann auch der letzte Rest Ordnung in der Gruppe verloren und es folgten ein paar Attacken. Trotz allem kamen wir relativ geschlossen zum zweiten Wechsel in die Schongauer Altstadt.
Als vierter ging es für mich auf die Laufstrecke. Auf der ersten Laufrunde blieben die Abstände noch relativ konstant und die Lücken nach vorne wurden einfach nicht kleiner. Erst bei Hälfte der zweiten Laufrunde hat sich das geändert und bei Halbzeit liefen wir als Trio über den Marktplatz. Der erste, der dann etwas lockerlassen musste war Alex Bonauer und so waren es vor den letzten 2,5 Kilometern noch Basti Glockshuber und ich. Zu Beginn der letzten Runde versuchte ich in den leichten bergab Passagen den Schritt etwas länger zu ziehen und das Tempo hoch zu halten. Irgendwann war dann die Lücke da und als es das letzte Mal um den Wendepunkt an der Burgmauer ging, waren es ein paar Meter. Vom Rand der Strecke bekam ich dann immer wieder die Info, dass der Abstand größer wird. Das erste Mal wirklich umschauen habe ich mich dann aber erst auf den letzten 100 Metern getraut. Dort wurde mir dann bewusst, dass es tatsächlich wahr ist und ich die letzten Schritte auf dem Weg zum Bayerischen Titel mehr oder weniger genießen kann. Etwas überfordert mit der Situation musste ich mich im Ziel dann erstmal für einen Moment ablegen und war dann doch etwas froh, dass mich ein freundlicher Herr zur Dopingkontrolle abholte. So konnte ich mich erstmal für ein paar Minuten in eine ruhige Ecke „verziehen“ und das Rennen etwas sacken lassen.
Mit einem Tag Abstand ist das ganze immer noch etwas unwirklich, da ich vor der Saison mit allem gerechnet hatte, außer mit diesem Titel. Beschweren will ich mich jetzt aber mal nicht ;)
Danke und Gratulation noch an alle Mitstreiter, vor allem auch an die, die während ihres eigenen Rennens noch die Zeit und Luft fürs Anfeuern gefunden haben.
Heute hat die letzte richtige Trainingswoche vor dem Urlaub angefangen, welche mit dem Ligarennen in Regensburg ihren Abschluss findet.
Die Wochenenden drauf gibt’s dann mit den Rennen in Litschau und Immenstadt Mitteldistanz Nummer 2 und 3 für diese Saison.
Mal schauen obs dort wieder für die ein oder andere Überraschung reicht. ;)